NRZ-Volltext,  Februar 02

Und zum Dessert eine Leiche

Ute Bruckschen sorgt bei Kerzenschein und 5-Gänge-Menü für alle Sinne -             auch den Spürsinn.

Sie befinden sich im Jahr 1904 in Rheinhausen..... Mit diesen Worten beginnt keine geschichtliche Abhandlung über das Rheinhausen in der Kaiserzeit. Vielmehr ist dies eine Einladung zu einem besonderen Abend. Einer mörderischen Nacht. Mit dem Titel "Diner macabre"(...) Mit am Tisch (..) sitzt die High Society des Kaiserreiches: Bankier, Filmdiva, Schriftsteller und andere illustre Gestalten. Die Teilnehmer schlüpfen in vorbereitete Rollen. (...) Die Personen sind meist an historische Persönlichkeiten angelehnt. (...)  Jeder hat seine Verkleidung. Sein eigenes kleines Geheimnis. Und seine Verbündeten. Mit denen er das Abenteuer bestehen muss.

Alle buhlen um die Gunst des Regenten, (...)Intrigen werden gesponnen. Dann geschieht ein Mord. Alle haben nur noch ein Ziel vor Augen. Den oder die Täter dingfest zu machen. Da sind kriminalistisches Gespür und Teamarbeit gefragt. Denn anders als in den Romanen, in denen die Detektive ihre Fälle im Alleingang lösen, kommt man hier nur gemeinsam ans gewünschte Ziel. Nämlich den Mörder zu überführen (..)

Auf dem Weg ins Leichenschauhaus

Die Statistik gibt ihr Recht. Die Aufklärungsquote ist hoch. Nahezu bei 100 Prozent. Und das nicht nur beim "Diner macabre".

 

 

Auch bei den übrigen Touren, die die Hobby-Kriminalistin in ihrem Agentur-Programm hat.Wie der Radtour "Im Schatten der Zeit", bei der es in Windmühlen, Leichenschauhäuser und Villen geht. Anhand von alten Unterlagen, Fotos und Tagebüchern müssen die Teilnehmer nach nun 79 Jahren den ungeklärten Mordfall Mathilde G. recherchieren.

Apropos Tatort. Der Duisburger Schmuddelkommissar Horst Schimanski darf in dieser Sammlung auch nicht fehlen.(...)

Vor anderthalb Jahren (2000) hatte die Freizeitexpertin aus Rheinhausen den Geistesblitz, aus dem die "Inne Pötte" entstand. Das Konzept kam an. Hatte durchschlagenden Erfolg. (...)  Nicht nur aus dem Pott oder vom Niederrhein. Oft auch aus dem hohen Norden. Oder dem tiefsten Süden. Für Firmen, Gruppen aber auch bunt zusammen gewürfelte Gesellschaften richtet sie das Staatsbankett mit spannendem Beigeschmack aus. "Das ganze lebt von der Mundpropaganda und der Empfehlung meiner Gäste", erklärt die Rheinhauserin. (..)

Wer Blut geleckt hat, stille seinen Hunger im Internet unter www.innepoette.de oder bei Ute Bruckschen unter Tel: 02065/25 38 33.

11.02.2002    MARC WOLKO

 

   

 

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